13.03.2016 Endlich Frühling

Spannende Neuigkeiten vom Lilienthaler Golfclub

 

Die Sonne ließ sich eine Woche vor dem kalendarischen Frühlingsanfang doch noch nach dichtem Frühnebel im Laufe des Vormittags blicken und schickte am Sonntag, den13. März erste wärmende Strahlen auf das  Gelände des Golfclubs in Lilienthal – passend zum Frühjahrsempfang des Vereinsvorstandes, der Mitglieder und Freunde des Clubs zum Austausch und Umtrunk in das Clubhaus geladen hatte. Statt eines Neujahrsempfanges im Januar organisieren die Lilienthaler lieber eine Zusammenkunft zu Frühjahrsbeginn, denn dann steht die Saison unmittelbar vor der Tür, und es gibt nach dem langen Winterhalbjahr viele Informationen und Neuigkeiten für alle interessierten Mitglieder, die von seiten der Vereinsführung in entspannter und geselliger Runde mitgeteilt werden können.

Im vollbesetzten Clubhaus begrüßte die Präsidentin des Golfclubs, Frau Gisela Keßler, alle anwesenden Mitglieder und deren Freunde und hieß die Vertreter von Politik und Stadt herzlich willkommen. Unter den Ehrengästen waren der Bürgermeister von Lilienthal Willy Hollartz, der CDU- Landtagsabgeordnete des Landkreises Osterholz Axel Miesner, von der SPD in Lilienthal Jens Erdmann, vom Kreissportbund die Vorsitzende Edith Hüneken und vom Niels-Stensen-Haus, der Stiftung Leben&Arbeiten, der geschäftsführende Leiter der Einrichtung Norbert Stegemann anwesend, der von dem Therapeuten Mark Braun begleitet wurde, der sich um das Team der green-keeper aus dem Nils-Stensen-Haus kümmert.

In ihrer Ansprache warf die Präsidentin einen Blick zurück auf das, was der (noch junge) Club in den letzten Jahren erreicht hat und hob hervor, dass die Idee und das Konzept, womit man bei Gründung des Vereins angetreten sei, in vollem Umfang etabliert und durchgesetzt wurde, nämlich die Grundsatzidee, den Golfsport als Rehabilitation und Rekreation anzusehen, beim Bau der Golfanlage einem ökologischen Ansatz zu folgen und ein intergratives Konzept umzusetzen, bei dem man für Menschen mit und ohne Behinderungen gleichermaßen Arbeitsplätze schafft. Dass dies bisher in erfreulichem Umfang gelungen sei, erfülle sie , den Vorstand und alle Mitstreiter für dieses Projekt mit besonderem Stolz. Die Vorsitzende ging dann auf das große Thema „Ausbau des Golfplatzes“ ein, mit welchem sich der Club bereits seit einigen Jahren befasst. Bisher verfügt der Golfclub über eine Anlage von 12 Löchern, was nicht dem Standard eines konventionellen Platzes mit 18 Löchern entspricht. Damals stand nicht genügend Bauland-Fläche zur Verfügung,weswegen man sich zunächst mit einer reduzierten Anzahl an Bahnen arrangierte und damit bestimmte Löcher bei einer obligatorischen 18-Loch-Golfrunde zweimal zu spielen sind. Der Planungsbeginn für eine Erweiterung des Platzes lag in 2011; durch einen Mitgliederentscheid beschloss man, durch Erwerb von angrenzenden Ländereien den Platz auf 18 Golfbahnen auszubauen – ohne Hoffnung auf finanzielle Unterstützung vom Land oder der Kommune! Es begann ein mühsamer Weg mit vielen Stolpersteinen, bis man sowohl die politischen, die behördlichen und rechtlichen Hindernisse überwunden, Klarheit und Zielperspektiven mit allen Mitverantwortlichen erlangt hatte, und das große Engagement, das die Mitglieder und aus ihrem Kreis die Sponsoren zeigten, immer für die Sache beibehalten  konnte. Dass während dieses Prozesses die „Biologische Station Osterholz“(BIOS) ihr kritisches Auge auf den Erhalt eines natürlichen Gleichgewichtes von Flora und Fauna bei einem weiteren Ausbau von sportlicher Nutzungsfläche gerichtet halten würde, kam dem Club und seinem Vorhaben nur zugute, denn alle Planungen und bereits schon eingeleiteten Schritte halten den ökologischen Anforderungen stand, ja, verbessern sie sogar. So ist die „BIOS“ zur Unterstützerin des Golfclubprojektes geworden, worüber sich Verein und Vorstand besonders freuen. Nun fiel in diesem Jahr im Februar 2016 im Gemeinderat die positive Entscheidung 'pro Golfplatzausbau' und damit kann man nun, wie die Präsidentin betonte, den Blick nach vorne richten.  Alle Maßnahmen, die mit dem Um- und Ausbau der Anlage verbunden sind, werden aus eigenen Mitteln und durch eigene Sponsoren gestemmt, man wartet jetzt nur noch auf den „Stempel“ des Landkreises Osterholz unter das Projekt, was die endgültige Genehmigung bedeutet. Frau Keßler äußerte ihre große Hoffnung, dann bereits in diesem Spätsommer, Ende August, Anfang September, mit den ersten Spatenstichen für den Bau der weiteren Golfbahnen beginnen zu können. Da dieser Umbau, der durch verschiedene Sandschichten und spezielle Begrünung angelegt wird und anschließend einige Monate „ruhen“ und „sich setzen“ muss, geht man davon aus, erst im Herbst 2017 den Spielbetrieb auf den neu angelegten Löchern aufnehmen zu können. Für alle aktiven Spieler wies die Vorsitzende noch darauf hin, dass -wie bereits bekannt sei- eine Bahn der bereits bestehenden 12, und zwar die Bahn 2, nicht mehr bespielbar sein werde und renaturiert würde, aber mit dem Erweiterungsbau von 7 neuen Bahnen der Standard von 18 Löchern gleichermaßen hergestellt werde. Mit großem Dank an die Mitglieder und Vorfreude auf die kommende Saison schloss die Präsidentin ihre Rede und verwies noch auf die Ausführungen ihrer Spielführerin zum sportlichen Programm der kommenden Monate.

Von Seiten der Politik nahmen sowohl CDU-Vertreter Axel Miesner, wie auch SPD-Vertreter Jens Erdmann jeweils Stellung zu dem geplanten Bauprojekt, erklärten ihre positive Grundsatzhaltung und wünschten dem Vorstand und dem gesamten Verein mit dem Erweiterungsprojekt gutes Gelingen und eine prosperierende Zukunft. Auch Bürgermeister Willy Hollartz unterstrich in seinen Worten, dass es für den Club und seine Vertreter nicht immer einfach war, innerhalb der vielschichtigen Interessenkonflikte Kompromisse auszuloten, ohne das eigene Ziel aus den Augen zu verlieren, dass auch erkannt wurde, dass landwirtschaftliche Nutzfläche so umgewandelt werde, dass im Einklang mit Natur und Ökologie eine sportliche Nutzung an die Stelle trete. Auch er wünsche dem Golfclub mit dem Ausbau eine gute Zukunft. Für den Kooperationspartner >Niels-Stensen-Haus< sprach Leiter Norbert Stegemann herzliche Begrüßungsworte und wünschte dem Verein und allen, die aktiv an der Aus-und Weitergestaltung des Golfsports unter dem Motto der Integration  mitwirken, gutes Gelingen.

Der Empfang schloss mit einem Imbiss und geselligem Beisammensein aller Anwesenden.

 

Sollte in 2017 das Ausbauprojekt fertiggestellt sein, ist Lilienthal um eine weitere sportliche Attraktion reicher und für viele Golffreunde ein neu zu entdeckender Anziehungspunkt.

Cornelia von Enden