26.03.2017 Golfclub Lilienthal plant Erweiterung noch in diesem Sommer

„An der regen Teilnahme wird deutlich, wie sehr sich die Golferinnen und Golfer auf die neue Saison freuen“, sagte Gisela Keßler. Die Präsidentin des Golfclubs Lilienthal freute sich über viele Gäste zum Frühjahrsempfang.

Lilienthal  Spannende Zeiten würden bevorstehen, so Gisela Keßler. Nach langer Planungsphase ist die Platzerweiterung auf 18 Löcher in greifbare Nähe gerückt. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, könnte es noch im Sommer den ersten Spatenstich zur Erweiterung des Platzes von bisher 32 Hektar auf dann 65 Hektar geben.

Professor Dr. Dietrich Schuler, der die Planungen für die Platzerweiterung von Anfang an mit Leidenschaft und Durchsetzungsvermögen begleitet hat, stellte den Besuchern des Frühjahrsempfangs die letztendliche Führung des „New and Old Course“ vor. Er wies noch einmal auf die vielfältigen Ausgleichsflächen für die Natur hin, sprach aber auch über die belastenden Schwierigkeiten in der Planungsphase. „Wer einen Golfplatz baut, braucht eine Eselsgeduld“, so Schuler. Eine Eselsgeduld setze auch eine lange Lebenserwartung voraus, so sein Fazit. Schuler wolle sich aber nicht entmutigen lassen.

In der anschließenden Runde wurde immer wieder diskutiert, wie schade es sei, dass die Gegner dieses Projektes lange Zeit so wenig Informationen einforderten. Gerne zeigen die Golfer, welche Möglichkeiten die Platzerweiterung für die Sportbegeisterten, aber auch für die Natur bringt. Aber auch die behördlichen Wege mit Kampfmittelräumung, Wasserwirtschaft, Landschafts- und Naturschutz seien Gründe für die lange Planungsphase gewesen. „Wir freuen uns über jede und jeden, der oder die sich bei uns informieren will und dabei auch kritische Fragen vorbringt“, so Gisela Keßler. Ihr war die Freude darüber, dass es bald einen Startschuss zur Platzerweiterung geben wird, deutlich anzumerken. „Vielleicht können wir auch die Skeptiker überzeugen, einmal einen Schnupperkurs im Golf bei uns zu besuchen, so die Präsidentin.

„Natürlich haben wir auch sportliche Ambitionen“, betonte der für Inklusion zuständige Dr. Ulrich Kütz. „Aber wir dürfen bei dieser Euphorie nicht vergessen, was das Alleinstellungsmerkmal dieses Clubs ist“, schloss er an.

Nicht nur, dass Menschen mit eingeschränkter Mobilität in Lilienthal alle Möglichkeiten ihres Sports fänden, auch die Platzpflege sei ohne die Mitarbeiter des Niels-Stensen-Hauses undenkbar.

Dieses weiterhin auch aktiv zu leben, sei auch künftig Ziel des Clubs. „Mit Handicap zum Handicap“, das Motto des Golfclub Lilienthal, müsse weiterhin Leitlinie des Golfvereins bleiben. (eb)

Quelle: Wümme Report vom 26. März 2017

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